+++ Fahrrad-Sternfahrt am Samstag, 19. Oktober! Infos [ hier ]. +++
Die Bürgerinitiative Exit233 wendet sich gegen den milliardenteuren vierstreifigen Aus- und Neubau der E233 zur Autobahn zwischen Meppen und Emstek.

Unsere Argumente in Kürze:

Dem Projekt fallen gut 1200 Hektar kostbarer Natur und
wertvollen Ackerlands
unwiederbringlich zum Opfer!

Es droht die
massive Zunahme von Verkehr, Lärm und Abgasen!

Der wirtschaftliche Nutzen für die Region ist
äußerst fraglich!

Das Emsland wird
in zwei Teile getrennt!


Unsere Forderungen Aktuelles Kontakt
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Im Detail ergibt sich folgendes Bild:

Die von den Ausbau-Befürwortern errechnete Wirtschaftlichkeit für die Region soll sich einstellen, wenn sich das Verkehrsaufkommen auf der Trasse verdoppelt!

Der E233-Verlauf aus B402, B213 und B72 hat derzeit über
120 Abfahrten. Nach dem Ausbau werden es
nur noch 24 sein!
Über Jahrzehnte gewachsene Sozialräume werden so zerstört.

Die geplante Trasse berührt einen Teil des
geschützten Borkener Paradieses nahe Meppen!

In Zeiten höchster Pachtpreise gehen der Landwirtschaft
750 Hektar verloren.

Die schätzungweise 1,5 Milliarden Euro, die für den Bau aufgebracht werden müssen, sind eine
Last für kommende Generationen.

Der Landkreis Emsland und viele Kommunen üben mit dem Beitritt zum Förderverein „Pro E233“ ganz
unverhohlen den Schulterschluss mit Unternehmern, die vom Ausbau der E233 profitieren wollen!




Das Emsland hat mit der ausufernden Massentierhaltung bereits eine
schwere Bürde zu tragen: Huhn und Schwein gefährden unsere Luft und unser Trinkwasser. Zudem hat der Wildwuchs der Biogas-Anlagen zum großflächigen Anbau von Mais geführt und die Pachtpreise fürs Ackerland in ungeahnte Höhen getrieben – unbezahlbar für viele Landwirte.


Bitte überlegen Sie:

Leisten wir uns in dieser Situation ein ganz überflüssiges Straßenbauprojekt, das die Atemluft noch stärker belastet und – einhergehend mit unverantwortlicher Flächenversiegelung – das verfügbare Ackerland in unseren Landkreisen weiter mindert?

Wir beobachten die fortschreitende, klimaschädliche Verlagerung der Güter von der Schiene auf die Straße. Derweil sind fast 40 Prozent der LKW-Fahrten Leerfahrten! – Sollen für diesen Trend die Landwirte, die ihre Flächen für die E233-Trasse nicht verkaufen wollen, schlimmstenfalls enteignet werden?

Mutet der immens teure Aus- und Neubau der E233 nicht geradezu grotesk an angesichts des schlechten Zustands vieler Straßen und der im Emsland mancherorts kaum noch befahrbaren, verfallenden Radwege?


Wann kommen unsere Politiker in Kreistag und
Landesregierung zur Vernunft?




Was von den E233-Befürwortern gern
verschwiegen wird:


Im Bundesverkehrswegeplan gehört der E233-Ausbau zu den am schlechtesten bewerteten Projekten.

Vor dem 1. Juli 2018 wurden die Verkehrsprobleme durch die vielen LKW-„Mautflüchtlinge“ verursacht. Die Landkreise hätten ihnen die Durchfahrt verbieten können, hielten die Gefahrensituation für die Autofahrer aber
unbeirrt aufrecht, um das Bauvorhaben zu legitimieren.

Während des Aus- und Neubaus wird der Verkehr mehr als zehn Jahre lang auf Nebenstrecken und Ortsdurchfahrten umgeleitet, deren Sanierung anschließend
von den Kommunen bezahlt werden muss.

Das Umweltbundesamt
lehnt das Projekt entschieden ab!


Aktuelles

Aus Protest gegen die E233-Pläne: Fahrrad-Sternfahrt!

Samstag, 19. Oktober 2019, 10 bis 14 Uhr

ab Meppen und Lastrup.
Jede und jeder ist eingeladen, mitzufahren!
Veranstalter sind die BI Exit233 und der Verein VCE.

Sowohl in Lastrup als auch in Meppen beginnt die Fahrt um
10 Uhr und führt entlang der E233 zum Zielpunkt Herzlake.
Hier wird die Aktion vom SPD-Ortsverein unterstützt.

Die Meppener Tour startet am Rathaus; erstes Ziel ist das Gut Sautmannnshausen, das bei einer Verwirklichung der Planung stark betroffen wäre. Gegen 12 Uhr soll in Haselünne ein Zwischenstopp eingelegt werden. Danach geht es weiter über Eltern nach Herzlake, wo sich die Teilnehmer der beiden Gruppen um 13 Uhr treffen.

Jeder Interessierte kann sich der Sternfahrt am Startpunkt oder einem der Zwischenstopps anschließen. Wünschenswert ist eine auffallende Gestaltung des Fahrrads mit Aufklebern, Plakaten und ähnlichem.

Die Rückfahrt erfolgt um 14:20 Uhr mit Bus und Fahrradanhänger über Haselünne nach Meppen.
Bei sehr schlechtem Wetter wird die Aktion verschoben.


Stellungnahme der Bürgerinitiative Exit233 zum MT-Bericht „Umfrage-Mehrheit für E 233-Ausbau“ vom 8.5.2019

BI Exit 233 setzt ihre Aktivitšten fort

Die Bürgerinitiative Exit233 hat sich mit dem Ergebnis der Forsa-Umfrage zum E233-Ausbau auseinandergesetzt. So wird kritisiert, dass der Förderverein „pro E233“ die Umfrage in einer Pressemitteilung ankündigt, obwohl sie schon vier Wochen vorher abgeschlossen war. Fraglich ist auch, warum z.B. Bürger in Lingen befragt wurden, die gar nicht unmittelbar betroffen sind. Somit drängt sich der Verdacht auf, dass eine Umfrage, die von einem Förderverein in Auftrag gegeben wird, auch entsprechende Ergebnisse bringen soll.

Das Ergebnis sagt aus, dass rund 69 Prozent der Befragten für den Ausbau seien. Nach Meinung der BI verharmlost das Wort „Ausbau“ die vorgesehene Planung. Es geht in einigen Abschnitten der E 233 um eine völlig neue Trasse und einen vierstreifigen Neubau, der einer Autobahn entspricht. Auch die BI befürwortet Verbesserungen beim Verkehrsfluss durch 2+1-Abschnitte und Kreisverkehre, lehnt aber eine Autobahn mit gelben Schildern ab.

Nach Ansicht der BI wäre das Ergebnis noch vor zwei Jahren wesentlich deutlicher pro vorgesehener Planung ausgefallen. Angesichts der massiven Werbung von Großunternehmern und Kommunalpolitikern für die Autobahnplanung hat die BI mit ihren bescheidenen Mitteln viele Bürger zum Nachdenken gebracht. Erst nach und nach wird den Menschen klar, wie die vorgesehene Planung die emsländische Landschaft
verändern wird.

Die aktuelle Diskussion um Klimaverschlechterung, Ausweisung von Naturschutzgebieten und Artensterben zeigt, dass immer mehr Menschen auch bei regionalen Projekten sensibler werden und die Nachteile z.B. von Straßenverkehrsprojekten sehen.

Bei der letzten öffentlichen Informationsveranstaltung, die von der BI zusammen mit dem NABU und dem BUND durchgeführt wurde, gab es eine breite Unterstützung und viele Ideen für Aktionen unter dem Motto „Das Emsland braucht keine Autobahn E 233“. Somit sieht die BI die Umfrage als Ansporn für ihre weitere Arbeit gegen die vorgesehene E233-Planung.


NABU: E233-Ausbau „so nicht genehmigungsfähig“

In einer kritischen 56-seitigen Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum ersten Planungsabschnitt listet der Naturschutzbund Deutschland eine Vielzahl von Verfahrensmängeln auf. „Wesentliche Unterlagen“ würden fehlen, so zum Beispiel verschiedene Gutachten zu den zu erwartenden verkehrsbedingten Schadstoffemissionen.
Mit Blick auf den Straßenlärm gingen die Planer von zu geringen Verkehrszahlen aus. In der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung werde die am 1. Juli 2018 eingeführte Mautpflicht nicht ausreichend berücksichtigt.

Die NABU-Einwendung benennt auch Verstöße gegen arten- und habitatschutzrechtliche Vorgaben. Gastvögel aus dem Norden, die den Winter bei uns verbringen, seien in keiner Weise erfasst worden. Zahlen zu anderen Tiergruppen seien veraltet oder fehlerhaft.

Nach Einschätzung des NABU werde die großflächige Überbauung und Verlärmung dem Tourismus im Emsland schaden. Naherholungsgebiete würden verloren gehen oder beeinträchigt.

Gemeinsam mit der BI kritisiert der NABU die von den Behörden angesetzte kurze Einwendungsfrist: Die Planungsunterlagen umfassten 37 Aktenordner.

Die vollständige Stellungnahme des NABU steht [ hier ] zum Download bereit.


Rückblick auf unsere Kundgebung vom 2. Juni 2018

Die Redebeiträge im mp3-Format zum Nachhören
(einfach anklicken):

[ Otto Quaing, Sprecher der BI ]
[ Karsten Osmers, Sprecher der BI ]
[ Helga Bowen-Janßen, Sprecherin der BI, und Renate Caillé schildern den E233-Ausbau aus den Sicht von Kindern ]
[ Ulf Dunkel, Vorsitzender des Vereins VCE ]
[ Hermann Liening, NABU ]
[ Magdalene Lübbers, BUND ]


Info: Warum fordert die BI Exit233 kein Transitverbot
für LKW mehr?


Emsländische Politiker und Behördenleiter bestritten wiederholt die Möglichkeit eines Transitverbots. Doch es hätte überall dort verhängt werden können, wo Lastkraftwagen die Autobahn-Maut sparen wollten und auf Bundesstraßen auswichen.

Da ab dem 1. Juli 2018 auch Bundesstraßen – und damit der
aktuelle E233-Verlauf – mautpflichtig sind, entfällt die rechtliche Grundlage fürs Transitverbot.





Wir fordern ...

1. die Einstellung der Planung einer vierstreifigen E233 und die Prüfung eines allenfalls partiellen dreistreifigen Ausbaus;

2. die
zeitnahe Neuberechnung der Kosten-Nutzen-Relation für das Straßenbauprojekt;

3. den
sofortigen Austritt des Landkreises Emsland und aller Kommunen aus dem Unternehmer-nahen Förderverein „Pro E233“;

4. die
Beobachtung der Verkehrsentwicklung nach Einführung der Mautpflicht für LKW auf der bestehenden E233-Trasse;

5. endlich
wirksame Kontrollen der auf der E233 fast ausnahmslos zu schnell und mit zu geringem Sicherheitsabstand fahrenden LKW;

6. das
Ende der unhaltbaren Behauptung einer wirtschaftlichen Erfordernis des Autobahnbaus für die Zukunft des Emslands;

7. die
Abkehr von der Begünstigung des LKW-Verkehrs und die Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene.

Es geht um den Erhalt unserer emsländischen Landschaft und das Wohl der Bevölkerung!



Ein Blick auf unsere [ Karten ] enthüllt den minimalen Nutzen des sündhaft teuren Bauvorhabens (PDF, 1 MB).



Über die BI

Die Bürgerinitiative Exit233 wurde im Oktober 2016 in Meppen gegründet und hat sich dem Verein Verkehrswende
Cloppenburg/Emsland, VCE, angeschlossen.

[ www.vce-verein.de ]

Zeigen auch Sie der Verflechtung von Politik und E233-Profiteuren die rote Karte! Bringen Sie sich ein – aktiv oder finanziell ...


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Kontakt

Bürgerinitiative Exit233
Sprecher: Karsten Osmers, Helga Bowen-Janßen, Otto Quaing
Roheide 2, 49716 Meppen
Mail: hallo*at*exit233.de


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